SirVival
Leben und Überleben im Freien

Was ist SirVival?

SirVival ist eine Aktiengesellschaft, die in der Unterhaltungsbranche im Bereich Televisionskomödie tätig ist. Die Redaktion der gleichnamigen TV-Show "SirVival" erwählt willkürlich Menschen - Obdachlose, welche alleine in Gassen gefunden werden oder psychisch erkrankte IV-Bezieher auf dem Weg zum Therapeuten -, betäubt sie mit Chloroform, reisst ihnen die Kleider vom Leib und setzt sie in asiatischen Dschungeln aus, in denen sie fortan um ihr bitteres Überleben ringen müssen. An dem unbeschreiblich grossen Leid und der Verzweifelung, die meist suizidal endet, können sich die Zuschauer - welche dem Unternehmen von RTL2 geschenkt wurden - endlos ergötzen und krümmen vor lachen.


Natürlich sind sich die Zuschauer an ein hohes Mass an Unterhaltungsniveau gewöhnt, weswegen die versteckte Dschungel-Crew häufig - vor allem im Bereich Flöhe, Infektionen und Wassererkrankungen - nachhelfen muss, während sich der Protagonist im Tiefschlaf befindet.

Für einen guten Zweck!

Wir fühlen uns unserer Gesellschaft und Umwelt verpflichtet!

Nicht nur das Vermögen und Eigentum des erwählten Protagonisten, sondern auch 20% der Werbe-Einnahmen fliessen an die private Studiengruppe "SUI + Zide", welche die Voraussetzung, Ursachen und Präventivmassnahmen von Menschen mit gespaltener Persönlichkeit erforscht.


Die Umwelt steht an erster Stelle!

Unsere Protagonisten arbeiten weder mit industriellen Werkzeugen, noch nehmen sie verpackte Lebensmittel zu sich. Auch die Kleider wurden entfernt. Sobald der klinische Tod des Protagonisten eingetreten ist, sorgt der natürliche Gärungsprozess und Raubtiere dafür, dass die Umwelt nicht mit Abfall belastet wird. Deswegen wurden vorher alle nicht körpereigenen Elemente - wie goldene Zähne, Herzschrittmacher, Knochenschienen, Piercings, usw. - operativ herausgelöst und dem gemeinnützigen Brockenhaus zu einem erschwinglichen Preis verkauft.

Die Show

"Mit grosser Anstrengung schleppte ich meine Gliedmassen Hügel auf- wärts. Jeder Schritt war von un- säglicher Qual begleitet, denn meine Muskeln brannten, als ob ich einen 60 Kilogramm schweren Rucksack zu tragen gehabt hätte. Circa vier gemessene, aber 20 gefühlte Minuten verstrichen. Ich wechselte mit Lucas kurz ein paar trübselige Worte, um mich zu ver- gewissern, ob seine Niederge- schlagenheit der meinen nahe kam, denn ich war wirklich am Ende meiner Kräfte. Gott sei Dank schien er das Zugeständnis meiner Kapitulation dankbar anzunehmen, damit er mit der scheinbar peinlichen Schwäche nicht selbst herausrücken musste. Vor allem Hans durfte nicht erfahren, dass wir beiden Bürogummis bereits nach drei Minuten schlapp machten. Rückblickend war uns bewusst: wäre uns ein Jäger über den Weg gelaufen, hätten wir nur noch die Arme in die Luft heben müssen, damit dieser uns sofort mit leblosen Zombies verwechselt und deswegen ohne zu zögern erlegt hätte." - L. Mahler, Protagonist

Die Show

"Ein viertes Mal wachte ich auf. Es war ungefähr 07:30 Uhr. Ich durfte auf das herrliche Mor- genrot blicken, welches sich am Firmament entzündete. Alleine durch die Tatsache, dass bald die Sonne aufgehen und die kalte Nacht aus unseren Gesichtern schmelzen würde, ging es mir bes- ser. Und so wollte ich auf die Sonne warten. Ich vertrieb mir die Zeit, in- dem ich mich ein bisschen in der Umgebung umsah. Ich entdeckte Harz, welches aus der Wunde eines Baumes quoll, und erntete es. Dazu verwendete ich ein grosses Blatt, welches ich zu einem Paket faltete und es mit einem Stöckchen fixierte, um die klebrige Masse zu transportieren. Ich entfernte die Masse nicht mit der Messerklinge, da diese ansonsten verkleben würde, sondern ich benutzte dazu ein Stöckchen, das neben dem Baum auf dem Boden lag. Zum Unterschlupf zurückkehrend, sah ich, dass Hans eben- falls auf die Sonne wartete. Immer noch zitternd stand er vor dem Unterschlupf und wartete verzweifelt darauf, dass sich eine warme Brise um seinen Körper legen möge. Wir liessen Luca noch ein wenig schlafen, bis wir um etwa 08:15 Uhr damit begannen, den provisorischen Unterschlupf abzubauen. Nach zehn Minuten war nichts mehr von unserer nächtlichen Überwinterung zu sehen. So wollten wir uns weiter in den Wald wagen." - L. Roth, Protagonist

Video

Folgendes Video soll die Qualen und das Leid veranschaulichen, durch welches wir uns schlagen mussten.

Anmerkung

* Die Artikel wurden bewusst geschrieben, als ob die Protagonisten eine freie Wahl hätten, die sie in Wirklichkeit selbstverständlich nicht haben. Dies ist gemäss Art. 43ff jedoch erlaubt, da es sich hier um TV-Comedy handelt.

Die eingesetzten Bilder wurden nicht aus den Show-Aufnahmen bezogen, da eine Sammelklage von Familien der Protagonisten dies nicht wollten.